Von Lisa Springer
"Auch wenn es aussieht
wie ein Pavianhintern, pfeifen Sie doch mal wie ein Afrikaner!" Alt-Star
Roger Whittaker machte es gekonnt vor - und die Fans jubelten. Über viertausend
von ihnen waren ins ICC gekommen, um den Heile-Welt-Sänger mit der Schmusestimme
live zu erleben. Es war bereits das zweite Konzert, daß der gebürtige
Kenianer auf seiner Alles-Roger-Tournee in Berlin gab.
Mit donnerndem Applaus
begrüßten die Konzertbesucher ihren Liebling. Doch der verstand
es leider nicht, gleich in die fröhliche Begrüßungsstimmung
einzutauchen, so daß der Anfang ein wenig trocken geriet. Doch das Publikum
ließ sich nicht beirren. Und so zückten die ersten Fans schon beim
dritten Titel "Sieben Jahre, sieben Meere" ihre mitgebrachten Alpenwedel
und schwenkten eifrig die bunt leuchtenden Fransenstäbe. Für sie
war jetzt "Alles Roger".
Es störte sich auch
niemand daran, daß ihr Liebling bei den englischsprachigen Titeln irgendwie
gefühlvoller sang. Kein Wunder, denn während der Sänger bei
den deutschen Titeln öfter mal auf den Monitoren nach dem richtigen Text
spicken mußte, konnte er sich bei den englischen Songs ganz der Musik
widmen. Die Fans liebten es lieber deutsch - und bejubelten "Wenn es
Dich noch gibt" am meisten, gefolgt von den Ohrwürmern "Albany"
und "Eloisa".
Von seiner aktuellen CD
"Einfach leben" stellte Whittaker einige Titel vor: "Nur mit
Dir" oder "Solange ein Horizont noch vor uns liegt". Bei "Rosen
sind stärker" hasteten einige weibliche Fans nach vorn und überschütteten
ihren Roger mit Blumensträußen.
Der Abschied kam wie ein
scharfes Schwert und mit nur zwei Zugaben. Schnell gab es noch "Ein bißchen
Aroma...", bei dem Whittaker nicht nur ein bißchen die Hüllen
fallen ließ, sondern sich auch noch ein bißchen im Text vertat.
Dann schnappte er seine Blümchen und - alles von Roger war weg.
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